Frauenfußball gewinnt an Attraktivität und Qualität

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Fußball ist ein deutscher Nationalsport. Kaum eine andere Disziplin mobilisiert die Massen derartig intensiv und bringt die Emotionen so stark in Wallung.
Doch wo das Testosteron hauptsächlich den Rasen dominierte, begann es in einer bisher schattigen Nische des Ballsports zu brodeln. Frauenfußball – besonders für die männliche Fraktion gerne ein Thema, über das maximal im Scherz gesprochen wurde. Doch gerade die jüngsten Entwicklungen zeigen, dass man dieses Wort durchaus auch mit ernster Miene in den Mund nehmen kann.

1989 wurde die Bundesliga des Frauenfußballs in Deutschland gegründet. Als Randerscheinung nur misstrauisch beäugt, wuchs die Zuschauergemeinde zwar zunächst langsam, aber stetig. Lange Zeit wurde den aufstrebenden Mannschaften nur wenig Beachtung geschenkt, und das trotz teils massiver Erfolge in der Europa- und Weltmeisterschaft. Im April 2009 konnte ein erster, großer Meilenstein errungen werden, als bei einem Freundschaftsspiel gegen Brasilien 44.825 Zuschauer zusammenkamen. 2011 wurde dieser Rekord erneut gebrochen, als bei der WM in deutschen Gefilden zum Eröffnungsspiel gegen Kanada ganze 73.680 Schaulustige in das vollkommen ausverkaufte Berliner Olympiastadion strömten.

Ein außerordentlich wichtiger Faktor für die anschwellende Popularität dürfte wohl der kräftige Aufwind des deutschen Fußballs der Männer gewesen sein, der zuletzt unter Joachim Löw seinen Höhepunkt erlebte.

Foto © Dusan Kostic – Fotolia.com

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